Buchreview: Star Trek in Deutschland

Buchreview: Star Trek in Deutschland: Wie Captain Kirk nach Deutschland kam

Fast 50 Jahre nach der Erstausstrahlung von Star Trek ist das Fandom immer noch sehr lebendig und bereits 2017 wird es eine neue Star Trek-Serie geben, die über die Bildschirme flimmert und die sicherlich ihre Fans finden wird.
Die meisten Hintergrundbücher zum Thema Star Trek behandeln meist die Geschichte von Star Trek an sich oder in den USA und vielleicht noch in Grossbritannien. Die Autoren Mike Hillenbrand und Thomas Höhl, die bereits das Buch „40 Jahre Star Trek“ geschrieben haben, haben sich dem Umstand angenommen und ein Buch geschrieben das die Geschichte von Star Trek in Deutschland erzählt. Das die Geschichte von Star Trek in Deutschland einiges zu bieten hat, zeigt sich an der Tatsache das „Star Trek in Deutschland: Wie Captain Kirk nach Deutschland kam“ immerhin satte 480 Seiten stark ist.

Der Inhalt wurde in drei Teile aufgeteilt: Teil 1: „Star Trek“ in TV & Kino, Teil 2: „Star Trek“ – Die Fans und Teil 3: „Star Trek“ gedruckt:

Im ersten Teil erfährt der Leser in chronologischer Reihenfolge wie Star Trek ab 1972 ins deutsche Fernsehen und später auch ins Kino kam. Gerade Star Trek hatte in Deutschland eine bewegte Geschichte, die von den Autoren im Detail besprochen wird, da vorallem das ZDF den Inhalt vieler Star Trek-Episoden stark änderte. Besonders die Synchronisation wird von den Autoren unter die Lupe genommen, die gerade in Deutschland zwar sehr wichtig ist um das Publikum zu erreichen aber leider eben nie perfekt ist. Zum Thema Synchronisation kommen auch Synchronsprecher zu Wort, die als Sprecher für Star Trek arbeiteten.
Neben der chronologischen Aufzählung der Veröffentlichungen von Star Trek werfen die Autoren auch einen Blick in die damalige TV-Landschaft und analysieren wie das deutsche Fernsehen mit dem Thema Star Trek umging und wie sich das Verhältnis zwischen den TV-Sendern und dem Thema Star Trek im Lauf der Zeit änderte. Hierzu haben sie viele Sendungen, die sich mit dem Thema beschäftigten, gesehen und nacherzählt was in diesen Sendungen passierte.
Die Autoren analysieren danach auch wie Printmedien mit dem Thema Star Trek umgingen und wie sich das Verhältnis dort entwickelte.
Am Rande werden dann noch der erste Star Trek-Roman besprochen, der in Deutschland vor Star Trek und als SciFi-Roman ohne Bezug zu Star Trek veröffentlicht wurde, sowie die Parodien zu Star Trek.

Im zweiten Teil widmen sich die Autoren dem Fandom in Deutschland. Auch hier wieder mit den Anfängen bis hin zur Situation im Jahr 2007. Dazu erfährt der Leser auch noch wie eine Star Trek-Convention abläuft, was ein Trek-Dinner ist und erhält einen interesssanten Einblick in die Fanaktivitäten mancher Fans, wie etwa dem Fanfilmer Robert Amper, der die beliebten Raumschiff Highlander-Filme drehte. Hier kommen auch immer wieder Fans zu Wort, die den Autoren ihre persönliche Geschichte mitgeteilt haben.

Der Dritte und abschliessende Teil erzählt über die Star Trek-Romane, die in Deutschland bis zum Jahr 2007 erschienen sind. Interessant ist hier vorallem ein Interview mit dem Übersetzer Andreas Brandhorst, der beim Heyne Verlag lange Zeit für die Star Trek-Romane verantwortlich war und der von seinen Erfahrungen erzählt.

Für Star Trek-Fans, die sich auch für die Geschichte von Star Trek, und in diesem Fall der deutschen Geschichte von Star Trek, interessieren kommen um dieses Buch nicht herum. Den Autoren ist es gelungen das Thema ausführlich und interessant zu präsentieren und einen angenehm flüssig lesbaren Text zu verfassen.

Star Trek in Deutschland: Wie Captain Kirk nach Deutschland kam ist Heel Verlag erschienen
Erscheinungsdatum: 3. Dezember 2008
ISBN-10: 3868520066
ISBN-13: 978-3868520064
Inzwischen ist „Star Trek in Deutschland: Wie Captain Kirk nach Deutschland kam“ allerdings leider vergriffen und kann nur noch gebraucht gekauft werden.

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