Fakten zu Babylon 5

Die Hauptdarsteller der zweiten Staffel - Bild: Warner Bros. Television

Die Hauptdarsteller der zweiten Staffel – Bild: Warner Bros. Television

Babylon 5 lief von 1993 bis 1998 im Fernsehen und ist eine der besten und beliebtesten Science Fiction Serien ihrer Zeit. Hier ein paar interessante Fakten zu Babylon 5:

Die Rahmenhandlung war von Anfang an festgelegt

Anstatt die Serie Staffel für Staffel weiter zu entwickeln, wie dies überlicherweise der Fall ist, plante J. Michael Straczynski (JMS) bereits vor dem Start der Produktion eine feste Rahmenhandlung, die einen Zeitraum von fünf TV-Staffeln abdecken sollte. JMS war auch der einzige, der die komplette Rahmenhandlung kannte. Die Autoren und Darsteller wurden bis zum Ende über den weiteren Verlauf der Serie im Dunkeln gelassen. Es wurden auch bewusst Rote Heringe in die Handlung eingeflochten, damit die Zuschauer nie wissen konnte in welche Richtung sich die Serie entwickeln würde.
Die geplante Rahmenhandlung veränderte sich während der Produktion allerdings sehr stark, was von JMS allerdings von vornherein eingeplant worden war, da es immer einen alternativen Plan gab, sollte es nötig sein die Serie zu ändern. Jede Figur hatte einen Notausgang, der es ermöglichte die Serie ohne diese Figur fort zu setzen. Änderungen am Fünfjahresplan wurden auch mehrmals nötig. Michael O’Hare, der die Rolle des Commander Jeffrey Sinclair spielte, konnte seine Rolle nach der ersten Staffel, aus gesundheitlichen Gründen nicht fortsetzen. Da die Serie beinahe mit der vierten Staffel eingestellt wurde, wurde die Rahmenhandlung dementsprechend gestrafft.

Die letzte Episode ist die letzte Episode der vierten Staffel

Die letzte Episode der Serie S05E22 Sleeping In Light (Der Weg ins Licht) wurde als letzte Episode der vierten Staffel produziert, als man noch davon ausging dass die Serie mit der vierten Staffel eingestellt werden würde. Als die Serie dann doch um eine fünfte Staffel verlängert worden war, verschob man die Episode an das Ende der fünften Staffel und produzierte die Episode S04E22 The Deconstruction Of Falling Stars (In hundert Jahren, in tausend Jahren) als Abschluss der vierten Staffel.
Daher ist die abschliessende Episode, die einzige Episode der fünften Staffel, in der die Figur Susan Ivanova auftritt, da die Schauspielerin Claudia Christian nicht in der fünften Staffel auftrat.

JMS schrieb fast die komplette Serie

JMS schrieb einen Grossteil der Serie selbst. Für die erste Staffel schrieb er die Drehbücher von 12 Episoden und für die zweite Staffel bereits für 15 Episoden. Ausserdem ist er die erste Person, die eine komplette Staffel von 22 Episoden alleine geschrieben hat. Er schrieb die komplette 3. Staffel und auch die komplette 4. Staffel sowie 21 von 22 Episoden der fünften Staffel.

Babylon 5 war als erwachsene Serie konzipiert

Babylon 5 war von Anfang an eine Serie die sich an ein erwachsenes Publikum richtete und keine Kindersendung. JMS sorgte dafür das sämtliche niedlichen Kinder, die in einer Episode vorkamen, das Ende der Episode nicht überlebten. So z.B. in den Episoden S01E10 Believers (Die Gläubigen) und S02E18 Confessions And Lamentations (Das Ende der Markab).

Die Vorlons

Der Designer Ron Thornton orientierte sich beim Design der Vorlon-Schiffe an der Form von Knoblauchknollen.
Der Anzug der Vorlons passte nicht durch die Türen am Set. Daher sieht man nie wie ein Vorlon einen Raum betritt oder verlässt.

John und Anna waren verheiratet

In der Episode S02E02 Revelations (Rückkehr der Finsternis) wurde Anna Sheridan, Captain John Sheridans Frau, von der Schauspielerin Beth Toussaint gespielt. Als die Figur das nächste mal auftreten sollte, konnte Beth Toussaint zu diesem Zeitpunkt die Rolle nicht übernehmen und man musste einen Ersatz finden. Der war schnell gefunden denn von nun an wurde die Rolle von Melissa Gilbert gespielt, die zu dem Zeitpunkt die Frau von Bruce Boxleitner war.

 

Babylon 5 ist wie ein U-Boot

Seemänner fanden Babylon 5 besonders realistisch da die Serie, im Gegensatz zu anderen Science Fiction Serien, das Leben in einer Metallbox, die sich weit von Zuhause entfernt befindet, sehr gut darstellt.

Babylon 5 ist eine Raumstation der O’Neill Klasse

Gerard K. O’Neill war ein Physiker und Visionär, der die Idee für große, sich drehende Zylinder als Raumstationen hatte.

Die Raumschiffe sind realistisch

Die Starfury Kampfschiffe bewegen sich sehr realistisch, so wie sich Raumschiffe in einem Vakuum bewegen. Nur wenige SciFi-Filme und Serien zeigen ein derart realistisches Verhalten.

 

gekühlte Raumanzüge

Die Raumanzüge in den Starfury Kampfschiffen wurden, damit die Schauspieler im starken Studiolicht relativ bequem arbeiten konnten, mit einer Wasserkühlung ausgestattet. Ein einzelner Helm kostete 3.000,-€.

Garibaldi mags ruhig

Jerry Doyles Lieblingsepisode ist die Episode S02E01 Points Of Departure (Die Feuerprobe). In dieser Episode liegt der Sicherheitschef Michael Garibaldi im Koma. Doyle musste in dieser Episode daher nur auf einer Liege liegen und bekam trotzdem die komplette Gage für diese Episode.

Garibaldi mag Telepaten

Jerry Doyle heiratete 1995 die Schauspielerin Andrea Thompson, die in Babylon 5 die Telepatin Talia Winters spielte. Die Ehe hielt allerdings nur bis 1997.

JMS und der Bär

Drehbuchautor Peter David gab JMS einen Teddybären der ein Baseball-Shirt trägt das den Aufdruck „Babearlyon 5“ und „J.S.“ (kurz für Joe Straczynski) besitzt. JMS schrieb den Bären kurzerhand in eine der Episode und liess Sheridan und Ivonova darüber diskutieren.
Der selbe Bär trat später in einer Episode der Serie Space Cases auf.

 

Die Psi Corps rekrutieren per Fernsehen

In der Episode S02E15 And Now For A Word (36 Stunden auf Babylon 5) befinden sich unterschwellige Botschaften. Während der Episode werden ganz kurz Texttafeln eingeblendet, die kaum sichtbar sind. Eine Texttafel sagt: „The Psi Corps is your friend. Trust the Corps“ (Der Psi Corps ist dein Freund. Vertraue dem Corps).

Der Einsatz von CGI

Babylon 5 ist die erste TV-Serie bei der CGI im großen Umfang eingesetzt wurde. Dies wurde einerseits gemacht um Kosten zu sparen und andererseits um Dinge zu zeigen, die mit herkömmlichen Modellaufnahmen unmöglich waren. Ausserdem sollten die CGIs nur Platzhalter darstellen. Die Produzenten gingen davon aus das, wenn die Computertechnologie billig genug war, man die CGIs in besserer Qualität neu rendern und in die Serie einsetzen würde, was jedoch nie geschah.

Jede Episode besitzt im Schnitt 6.000 gerenderte Einzelbilder, die am Computer entstanden sind. Diese CGIs wurden von den Animatoren auf 8 Amiga 2000-Computern erstellt und 16 weitere Amiga 2000-Computern waren ausschließlich für das rendern zuständig. Jeder dieser Render-Computer besaß 32MB Hauptspeicher, damals unvorstellbar viel, eine Fusion-40 Beschleunigerkarte und den Video Toaster, eine Hardwarelösung zum bearbeiten von Videodaten. Über ein Novell-Netzwerk wurden die gerenderten Daten an einen PC-Server übertragen, der 12 Gigabyte speichern konnte. 12 Gigabyte waren zu dem Zeitpunkt eine unvorstellbar große Datenmenge.

16:9 Breitbild

Babylon 5 wurde bereits mit dem Gedanken an das moderne 16:9 Breitbildformat gedreht. In den 1990ern wurde die Serie zwar, wie alle anderen Serien auch, in 4:3 im Fernsehen ausgestrahlt aber die Produzenten waren sich sicher dass man das Fernseh-Programm bald im 16:9 Breitbildformat senden würde, was inzwischen auch der Fall ist. Daher ist das 16:9 Breitbildformat, mit dem die Serie auf DVD gespeichert ist, das richtige Format für die Serie und nicht das klassische 4:3 Format.

Der Soundtrack kam aus Berlin

Christopher Franke, ein ehemaliges Mitglied der deutschen Gruppe Tangerine Dream, komponierte den Soundtrack der Serie. Eingespielt wurde die Musik von Frankes Berlin Symphonic Film Orchestra und wurde von dort digital nach Los Angeles übertragen.

 

Quellen: Neatorama, The Babylon Project, IMDB, Geek

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.